Krise als Chance

 

Krise als ChanceEs hat bei mir ehrlich gesagt ziemlich lange gedauert, bis ich mich auf die neue Situation einstellen konnte und für mich persönlich einen neuen Rhythmus gefunden habe. Ich konnte zwar von Anfang an die Stille sehr geniessen, jedoch einen festen Tagesablauf konnte ich zunächst nicht etablieren. 

 

Jetzt, nach ca. 6 Wochen Corona-Ausnahmezeit habe ich mich mehr oder weniger arrangiert mit meinem neuen Tagesablauf und sehe die Krise als Chance dauerhaft neue, bessere Gewohnheiten in meinem Leben zu etablieren. 

Ich habe vor allem gemerkt, wie wichtig eine feste Tagesstruktur ist. Gerade wenn man nicht mehr täglich zur Arbeit gehen muss oder darf. Dies ist besonders wichtig für diejenigen, die noch Kinder zu Hause haben.

 

5 Tipps zum Umgang mit der heutigen Krisensituation

1. Gib dir eine feste Tagesstruktur

Wahrscheinlich hat sich dein Tagesablauf durch die Krise völlig verändert. Feste Strukturen und äußere Terminzwänge sind weg. Es ist jetzt an dir, neue Strukturen zu schaffen, so dass du und deine Familie gut durch diese Zeit kommen. Ich habe vor allem gemerkt, wie wichtig eine feste Tagesstruktur ist. Gerade wenn man nicht mehr täglich zur Arbeit gehen muss oder darf. Dies ist besonders wichtig für diejenigen, die auch noch Kinder zu Hause haben.

Am besten machst du dir am Anfang der Woche einen Wochenplan mit deinen Zielen für deine Arbeit bzw. Kinderbetreuung und setzt diese dann in detaillierte Tagesplänen um. Achte dabei auf feste Zeiten für Arbeitsbeginn, Pausen und Feierabend, so dass du noch genug Zeit für dich hast. Dies ist besonders wichtig, wenn du Kinder hast. Vorteil: endlich kannst du dir deine Zeit wirklich selbst einteilen!

2. Mache dir keine überflüssigen Sorgen

Wie kannst du Ängste loslassen? Die Angst deinen Job zu verlieren oder krank zu werden? Gerade in Krisensituationen können die Chancen tatsächlich steigen. Aber sich zu viele Sorgen darüber zu machen, was alles passieren könnte, bringt nix. Es macht dich nur überflüssigerweise unglücklich. Grübeln ist nutzlos und zerstörerisch. Nur ca. 15% der Dinge worüber man sich sorgen macht, treten tatsächlich ein. Das Beste ist sich abzulenken. Siehe auch mein Glückstipp „Grübeln stoppen“

Falls es wirklich schwierig für dich werden sollte, dann hättest du auch die Kraft diese zu meistern und dir entsprechend Unterstützung zu holen. 

3. Nutze die Zeit zur Weiterbildung oder für ein (neues) Hobby

Ein weiterer Vorteil dieser Krise ist, dass das Leben stiller geworden ist. Es sind ja so viele Termine weggefallen und wirklich was unternehmen kann man auch nicht mehr. Also Zeit genug, um sich mit Themen, die dich interessieren, intensiver auseinanderzusetzen. Vielleicht gelingt es dir, einen Online-Kurs zur Weiterbildung zu machen oder ein neues Hobby zu entdecken. 

Endlich mehr Zeit! Wer hat da nicht schon lange von geträumt? Jetzt ist diese Freiheit da. Vielleicht auch endlich mal Zeit zum Faulenzen und Nichtstun?!? Oder um Dinge tun, die du bisher aus Zeitmangel nicht tun konntest und darum vernachlässigt hast?

4. Nutze die Zeit für Sport und Bewegung

Bewegung sorgt für Verbesserung der körperlichen Verfassung und stärkt das Immunsystem. Bewegung reduziert das Risiko von bestimmten Krankheiten und erhöht den Serotonin-Spiegel, wodurch das Wohlbefinden gesteigert wird. In Krisenzeiten oder bei Stress ist es besonders wichtig, gut für sich und seinen Körper zu sorgen. Das liefert auch den so wichtigen emotionalen Ausgleich. Wenn ich mich mal nicht so gut fühle, gehe ich raus und mache einen Spaziergang. Es dauert meistens nicht länger als 30 Minuten, dann fühle ich mich wieder viel besser. 

5. Sorge für Entspannung im Grünen

Warum entspannt die Natur? Die Natur ist heilsam, denn auch du bist Teil der Natur. Tatsächlich gibt es inzwischen wissenschaftliche Untersuchungen, dass Grün heilsam ist. Schon wenn man z.B. in einem Krankenhaus aus dem Fenster auf einen Baum schauen kann, stärkt dies die inneren Heilkräfte! 

Die Natur entspannt durch ihre Farben, Gerüche und Geräusche, und auch die Sonnenstrahlen tun uns gut. Durch die Sonne kann unsere Haut Vitamin D bilden, das wichtig für die Funktion des Immunsystems und die Bekämpfung von Krankheitserregern ist. Und auch das Tageslicht ist wichtig, denn es steigert die Stimmung!

Also, gerne auch genügend Zeit in deinem Tagesablauf für Entspannung in der Natur einplanen, oder wie das heute so schön heisst “Waldbaden”.

Krise als Chance

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich finde es erstaunlich, wie schnell man sich an alle einschränkenden Maßnahmen gewöhnen kann. Wichtig ist dabei natürlich auch, dass man für sich selbst immer wieder überprüft, ob alles noch stimmig ist.

Wie geht es nach der Krise weiter? Welche Erfahrung möchtest du mitnehmen? Unser Leben hat sich sehr auf das Wesentliche reduziert und vielleicht hast du gemerkt, dass man eigentlich gar nicht so viel braucht. Vielleicht sind weniger Termine genug? Vielleicht hast du deine Wohnung entrümpelt und gemerkt, dass es auch mit weniger geht…. Welche neuen Gewohnheiten möchtest du mitnehmen auch für die Zeit nach der Krise?

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